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Die Neuinterpretation der Germania Magna durch Sven Mildner

www.germania-magna.de

Die historische Germania Magna, jenes Gebiet nördlich der Donau und östlich des Rheins, das in der Antike von verschiedenen germanischen Stämmen besiedelt wurde, fasziniert Historiker und Laien gleichermaßen. Die genaue geografische Ausdehnung und die Identifizierung der Orte und Stämme, welche der griechische Gelehrte Claudius Ptolemäus im 2. Jahrhundert nach Christus in seiner “Geographie” verzeichnete, sind jedoch bis heute Gegenstand intensiver Diskussionen.

Die Website www.germania-magna.de widmet sich genau diesem spannenden Thema und präsentiert nun eine völlig neue Interpretation der historischen Karte des Ptolemäus.Im Gegensatz zu bisherigen Ansätzen, die sich oft auf mathematische Methoden stützen, wählt der Autor hierfür eine ganz andere Herangehensweise. Er nutzt die computergestützte Bildverzerrung einer mittelalterlichen Karte des Donnus Nikolaus Germanus, um daraus geologische Prozesse abzuleiten und um so neue Erkenntnisse über die ursprüngliche Gestalt der Germania Magna zu gewinnen.

Bislang ging die Forschung eher davon aus, dass der in Alexandria lebende Ptolemäus wohl selbst keine genaue Kenntnis über das beschriebene Gebiet hatte, womit grobe Ungenauigkeiten in der Darstellung begründet worden sind.

Ein zentraler Punkt der Neubetrachtung ist nun jedoch die These, dass die Landschaft der Germania Magna in den wenigen Jahrtausenden seit der Antike erheblichen Veränderungen unterworfen war. Der Autor berücksichtigt also auch geologische Faktoren wie die postglaziale Landhebung in Europa oder auch eine mögliche Aktivität an der Kaledonischen Deformationszone – einer bedeutenden geologischen Struktur, die durch die Ostsee verläuft. Die beschriebenen Prozesse könnten das Aussehen des Landes maßgeblich beeinflusst und somit auch die Interpretation historischer Karten bisher erschwert haben.

Eine interessante Schlussfolgerung der auf der Website präsentierten Forschung ist, dass die von Ptolemäus beschriebene Germania Magna in ihrer West-Ost-Ausdehnung in etwa dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland entsprach, wobei jedoch Teile des heutigen Polens, die in anderen Interpretationen oft enthalten sind, hier nicht einbezogen werden. Diese These wird durch den Vergleich der historischen Karte mit modernen geografischen Daten und Höheninformationen untermauert.

Besonders bemerkenswert ist der Ansatz, auch mögliche Auswirkungen von kosmischen Ereignissen wie dem Chiemgau-Impakt auf die Landschaft und somit auf die historische Geographie in Betracht zu ziehen. Solche Ereignisse könnten abrupte Veränderungen in der Umwelt bewirkt haben, die sich in den historischen Aufzeichnungen und Karten im Vergleich mit der heute bekannten Geographie widerspiegeln könnten.

Die Website bietet dem Besucher auch eine interessante Auflistung von Forschungsliteratur für den Einstieg in die weitere Recherche und zum besseren Verständnis über die relevanten Grundlagen zu dieser Interpretation.

Die präsentierte Sichtweise ist sicherlich eine von mehreren möglichen Interpretationen der Germania Magna. Die Forschung in diesem Bereich ist ein fortlaufender Prozess, bei dem neue Erkenntnisse aus verschiedenen Disziplinen zu einem immer genaueren Bild der Vergangenheit beitragen.

Für Leser, die sich mit der antiken Geschichte, historischer Kartographie oder dem Einfluss von geologischen Prozessen auf die menschliche Geschichte in Europa interessieren, bietet die Website www.germania-magna.de somit eine spannende und innovative Perspektive.

www.germania-magna.de (https://www.germania-magna.de)

Die Website befasst sich mit der wissenschaftlichen Erforschung der historischen Germania Magna anhand Kartenmaterial aus der Antike und aus dem Mittelalter, wie der Geographike Hyphegesis des Claudius Ptolemäus oder der daraus abgeleiteten Karten des Donnus Nikolaus Germanus.

Kontakt
Germania Magna Research Project
Sven Mildner
Briesnitzer Höhe 28
01157 Dresden
+491758777345
http://www.germania-magna.de

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